Infoservice für Tierfreunde
Hier finden Sie interessante Infos rund um ihr Tier und die Tierarztpraxis.
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Wenn das Tier die Praxis betritt ...
... in der Regel nicht mit überschäumender Begeisterung. Krankheit, Transport, Geräusche, Gerüche u.v.m. versetzen unsere Patienten unterschiedlich ausgeprägt in eine Stresssituation.
Hier einige Tipps zur Verminderung der Ängste:
Der Hund beim Tierarzt
Lassen Sie Ihren Vierbeiner vor Betreten der Praxis ausgiebig "Zeitung lesen". Unsere Lavendelbüsche sind Kummer und Begießen gewöhnt.
Während der Zeit im Wartezimmer entspannen sich viele Hunde, wenn sie nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Bei gefülltem Wartezimmer besteht die Möglichkeit, nach Anmeldung an der Rezeption mit Ihrem Tier im/am Auto zu warten. Unverträgliche Hunde können in weiteren Behandlungsräumen separiert oder über einen Seiteneingang ohne Kontakt mit Artgenossen hereingeführt werden.
Bitte legen Sie bei bekannter Aggression vor Betreten der Praxis einen Maulkorb an, um Aufregung und Bedrängen in den Praxisräumen zu vermeiden.
Unsererseits sind wir bemüht, auf dem Weg ins Behandlungszimmer nicht in Sichtweite des Hundes zu stehen. Vorteilhaft ist es, direkten Augenkontakt zu vermeiden und im Zuge eines
einleitenden Gesprächs, den Hund zunächst nur aus den Augenwinkeln zu beobachten.
Auf dem Behandlungstisch wird Ihr Hund gründlich aber zügig untersucht. Ängstliche Hunde sind eher durch Gesten denn durch zahlreiche tröstende Worte zu beruhigen. Eine geübte Fixation durch unsere Tierarzthelferinnen gibt nicht nur allen Praxismitarbeitern sondern auch dem Patienten selbst ein Gefühl der Sicherheit, so dass alle notwendigen Untersuchungen rasch durchgeführt werden können.
Untersuchungen auf dem Boden haben den Nachteil, dass der Hund sich durch das Nähern der Tierärztin häufig bedroht fühlt.
Der Hundehalter kann seinem Hund helfen, indem er sich möglichst gelassen verhält und körpersprachlich keine frontale Situation schafft. Also besser seitlich zum Hund stellen als drüberbeugen, denn dies kann schon Hunden wesentlich den Stress verringern.
Natürlich halten wir nach getaner Arbeit ein stets gefülltes Leckerli-Glas bereit!
Die Katze beim Tierarzt
Schon der Transport bedeutet für die Stubentiger enormen Stress. Transportkörbe, die von oben geöffnet werden können, erleichtern das hereinsetzen und herausnehmen und geben den Katzen ein Gefühl der Geborgenheit. Katzenbesitzern steht bei uns ein separates Katzenwartezimmer zur Verfügung um Augen- und Nasenkontakt mit Hunden zu vermeiden. Stellen Sie den Transportkorb nicht auf den Boden. Katzen lieben erhöhte Liegeplätze.
Im Behandlungsraum wird die Katze erst nach einem einleitenden Gespräch aus dem Korb geholt und untersucht. Ein Anstarren der Katze im Korb ist unbedingt zu vermeiden.
Wir setzen den mittlerweile bekannten Pheromonspray Felifriend ein, um den Patienten positiv zu stimmen. Inwieweit eine sanfte oder feste Fixation einzusetzen ist, wird situativ entschieden. Vertrauen Sie unserer Erfahrung auch bei sehr scheuen Tieren.
Den Weg zurück in die Transportkiste finden Katzen in der Praxis meistens ganz alleine…
Heimtiere beim Tierarzt
Auch bei unseren kleinen Patienten, die Stress am wenigsten zum Ausdruck bringen, möchten wir diesen möglichst vermeiden. Bitte nutzen auch Sie das Katzenwartezimmer. Transportkisten sind möglichst abzudunkeln. Und ein kleines Reiseproviant ist bei Heimtieren immer erlaubt, da sie weder bei Untersuchungen noch Operationen nüchtern sein müssen.
Die Unterlage sollte aus einfachem Zeitungspapier, Küchenpapier oder alten Handtüchern bestehen. Einstreu sieht nett aus, wird aber in der Praxis gerne in alle Himmelsrichtungen verteilt…
Jährliche Vorsorge ihres Tieres
Der jährliche Check-up Ihrer Vierbeiner dient der rechtzeitigen Erkennung von Krankheiten der inneren Organe, des Bewegungsapparats, der Haut usw. Eine allgemeine Untersuchung wird vor jeder Impfung durchgeführt. Eingehende Untersuchungen, z.B. Bestimmung der Blutwerte, Blutdruckmessung, Ultraschall, empfehlen wir bei unseren geriatrischen Patienten. Bei größeren Hunderassen je nach Konstitution ab einem Alter von 5-7 Jahren, bei kleineren Hunderassen ab 7-9 Jahren.
Katzen sollten ab 8-9 Jahren einem regelmäßigen Alterscheck unterzogen werden.
Infos zum Impfen ihres Tieres:
Hunde: im Alter von 8 Wochen gegen Staupe, Parvovirose, Leptospirose, ansteckende
Leberentzündung und Zwingerhustenvirus
Mit 12 Wochen Auffrischungsimpfung und zusätzlich erste Tollwutvakzinierung.
Mit 15 Monaten Auffrischungsimpfung Staupe, Parvovirose, Leptospirose, ansteckende Leberentzündung, Zwingerhustenvirus und Tollwut
Danach Auffrischungsimpfungen im jährlichen Abstand, bzw. gegen Tollwut alle 3 Jahre
Eine zusätzliche Impfung gegen Borreliose und Bordetella-Husten kann im Einzelfall sinnvoll sein.
Katzen: im Alter von 8 Wochen gegen Katzenschnupfen, Katzenseuche
Mit 12 Wochen Auffrischungsimpfung
Bei Freigängern raten wir zur zusätzlichen Impfung gegen das Leukosevirus ab einem Lebensalter von 12 Wochen
Viele Katzenpensionen verlangen eine rechtzeitige Bordetellavakzinierung.
Ein Tollwutschutz ist nur bei Auslandsreisen notwendig.
Kaninchen: im Alter von 8 Wochen gegen Myxomatose und RHD/Chinaseuche
Die Myxomatosespritze wird im Frühjahr und im Herbst wiederholt. RHD wird einmal jährlich geimpft.
Neueste Erkenntnisse gibt es aus der Parasitenecke:
Die Verwurmungsrate unserer Hunde ist wesentlich höher als bisher vermutet. Da sich die Wurmlarven jahrelang im Muskel- und Bindegewebe verkapseln können, ist auch bei älteren Tieren die spätere Ausscheidung von uns gefährdenden, weil unsichtbaren Wurmeiern häufiger als gedacht. Je nach Lebensumfeld Ihres Hundes/ Ihrer Katze empfehlen wir die zwei- bis viermalige Verabreichung eines Breitbandwurmmittels.
Hilfe für Tiere in Not: Tierfreunde Uedem e.V.
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